Neue Rentenpläne sind absurd

Sicher ist, wir werden glücklicher Weise immer älter. Dennoch: Die jüngsten Regierungspläne lassen einen erstarren. Menschen künftig erst mit Erreichen des 68. Lebensjahres in die Rente zu entlassen, ist nicht sozial und auch unanständig. Diese unverfrorene Idee macht deutlich, wie notwendig die von der LKR geforderte Reform des Rentensystems ist. Man bedenke, dass ein Bundestagsabgeordneter bereits nach einer Legislaturperiode, also nach nur vier Jahren, einen Rentenanspruch in Höhe von 932,- Euro erwirbt – eine Summe, von denen viele nur träumen können, obwohl sie ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben. Eine nachhaltige Reform muss her, denn das umlagefinanzierte Rentensystem ist veraltet und verliert aus zwei wesentlichen Gründen immer mehr seine finanzielle Leistungsfähigkeit.

Demographische Entwicklung:

Bei zunehmender Lebenserwartung sinkt gleichzeitig der Anteil der jüngeren Erwerbstätigen, welche die Renten finanzieren müssen. Die nachrückenden Rentnergenerationen erhalten zunehmend nur noch eine Rente in Höhe der Grundsicherung. Damit geht auch die bisherige Generationengerechtigkeit im System verloren.

Die rasante technologische Entwicklung in der Industriegesellschaft (Industrie 4.0):

Sie generiert nicht mehr den entsprechenden anteiligen Zuwachs an Beiträgen in das bisherige Rentensystem.  Es folgt eine starke Verschiebung der wirtschaftlichen Wertschöpfung von den personenbezogenen Tätigkeiten hin zu deutlich mehr technisierten und vollautomatisierten Wertschöpfungsketten. Als reine Stichworte dienen hier die Digitalisierung, Vernetzung, Automatisierung, Robotik, künstliche Intelligenz und menschenleere Fabriken. Hierdurch entsteht zwar ein großer Zuwachs an wirtschaftlicher Wertschöpfung, der jedoch keine direkten Beiträge zur Rentenversicherung generiert, da diese ja ausschließlich über personengebundene Arbeitsverhältnisse zustande kommen.

Die Liberal-Konservativen Reformer fordern daher, in Ergänzung zum heutigen Rentensystem, den Aufbau eines staatlich finanzierten Rentensicherungsfonds, wie er bereits in anderen europäischen Staaten existiert. Der Fonds soll in ertragsstarken Wertpapieren (Aktien usw.) sehr breit diversifizierend und weltweit anlegend, investiert sein.

Nur so ist eine gerechte Teilhabe zukünftiger Rentner am wirtschaftlichen Wachstum auch im 21. Jahrhundert gewährleistet. Das Ziel muss sein, das heutige Renten-Niveau von ca. 48 % auf etwa 60 % zu erhöhen.

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